MWC 2016 – digitale Nabelschau in XXL

MWC 2016 – digitale Nabelschau in XXL

Wieder einmal ist ein „Mobile World Congress“ (MWC) in Barcelona zu Ende gegangen. Und wieder einmal war es eine Messe der Superlativen mit einem neuen Rekord von deutlich mehr als 100.000 Besuchern aus aller Herren Länder. Wie auch in den letzten Jahren, nutzten die Global Player der IT-Branche die Veranstaltung, um der Welt Großes und Neues zu präsentieren: Neben 3-D-Handys und multimedialen 4-D-Erfahrungen waren es in diesem Jahr v.a. Anbieter von Payment- und Sicherheits-Lösungen im mobilen Umfeld, die zahlreich und lautstark aufgetreten sind. Etwas ruhiger ist es dagegen um das Thema digitale Uhren (smart watches) geworden, einem der Top-Seller im letzten Jahr.

„Everything is mobile – mobile is everything“. Getreu diesem Motto vereinnahmt das mobile Geschäft zunehmend die traditionelle IT. Ob Internet of Things (IoT), mobile Erweiterungen für ERP Systeme oder eCommerce: Anwender nutzen mit rasantem Tempo zunehmend (nur noch) mobile Geräte für private und geschäftliche Anwendungen und lassen alles links liegen, was nur noch auf einem stationären Rechner läuft. Dementsprechend wächst weltweit der Bedarf an mobilen Endgeräten und an schnellen und sicheren Mobilfunk-Verbindungen, deren Management und Kontrolle zunehmend zu einer Mega-Herausforderung besonders für Netzbetreiber wird. Als klares Zeichen für diesen Trend können sich Anbieter von Dienstleistungen und Produkten, die mobiles Trittbrettfahren oder Netzwerk-Hacking bekämpfen, inzwischen mehrstöckige Messestände auf dem MWC leisten.

Und niemand bezweifelt, dass das globale „Go mobile“ erst am Anfang seines Siegeszuges steht. Ob eTicketing in Kinos und Fußballstadien, das Überwachen und Teilen von biometrischen Daten beim Sport oder augmented Reality im Gaming-Bereich: Unser tägliches Leben wird weiter digitalisiert und mobilisiert werden, ob es uns im Einzelnen gut gefällt oder nicht. Da nimmt es sich auch nur wie eine müde Pflichtübung aus, wenn ausgerechnet Marc Zuckerberg in seiner Keynote Speach davor warnt, die noch nicht vernetzten Menschen bei dieser immer schneller werdenden Fahrt nicht am Bahnsteig stehen zu lassen.

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