SEO und Linkbuilding

SEO und Linkbuilding

Wer heute im Internet gefunden werden möchte, muss sich mit der Kunst der Suchmaschinen-Optimierung (SEO – search engine optimization) mehr als gut auskennen. Das Problem: Es gibt einerseits weltweit immer mehr Webseiten und Internet-Präsenzen, was zu einer stetig wachsenden Flut von Informationen und Angeboten führt. Andererseits stecken immer mehr Unternehmen immer mehr Zeit, Geld und Aufwand in Marketing und Werbung für ihre Webseiten, um eben in dieser ausufernden Fülle von Online-Auftritten überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Um gleichbleibende Aufmerksamkeit zu erzielen, muss also immer mehr Aufwand betrieben werden – eine Steigerung in der Internet-Wahrnehmung erfordert dagegen eine beinahe exponentielle Aufwandsteigerung. Und das alles bringt auch nur dann die gewünschten Ergebnisse, wenn man weiß, wie es geht.

Die Zauberformeln heißen darum SEO und SEM (search engine marketing). Während SEM die bezahlte Platzierung von Anzeigen in Suchmaschinen, abhängig von den jeweils in einer Suche verwendeten Schlagwörtern (keywords), zum Inhalt hat, widmet sich SEO der Kunst, die eigene Webseite in der werbefreien Ergebnisliste von Suchmaschinen möglichst weit vorne zu platzieren, ebenfalls immer bezogen auf bestimmte Schlagwörter, die in einer Suchabfrage benutzt werden. Da SEO keine bezahlten Werbekampagnen verwendet, fokussieren sich die Bemühungen auf andere, meist nicht-monetäre Parameter, um für Suchmaschinen möglichst attraktiv zu erscheinen – und damit in Ergebnislisten auf den vorderen Plätzen zu rangieren.

Die Liste der Parameter, die im Rahmen von SEO optimiert werden können, ist lang, und die Arbeit eines SEO-Profis ist extrem komplex. Sie erfordert detailliertestes Wissen und viel Erfahrung zur Funktionsweise der Algorithmen von Suchmaschinen – was von den Herstellern der jeweiligen Produkte wie Google oder Bing wie das Geheimnis des Heiligen Grals gehütet wird. Durch häufige Veränderungen und Verbesserungen der Algorithmen stellen Suchmaschinen zudem sicher, dass die Halbwertzeit des Wissens von SEO-Profis kurz gehalten wird, und diese durch laufende Experimente und aufwändige Tests diesen Veränderungen auf der Spur bleiben müssen.

Ein sehr beliebtes Instrument im SEO-Baukasten ist das sog. Linkbuilding. Es basiert auf der Einsicht, dass Suchmaschinen eine Webseite als besonders wertvoll und relevant einstufen (und damit in den Suchergebnissen bevorzugen), je mehr Links von anderen Webseiten auf diese Seite verweisen. Insofern verfolgt Linkbuilding den grundlegenden Ansatz, möglichst viele Verweise von anderen Webseiten auf die eigene zu erzielen, sei es durch spezielle Beiträge mit Backlinks, gegenseitigen Link-Tausch, redaktionelle Erwähnung oder Nennungen in Katalogen und Verzeichnissen. Aber natürlich spielt nicht nur die reine Anzahl von Verlinkungen eine Rolle, sondern auch die Qualität der Webseiten, von denen eine Verlinkung erfolgt. Daher versuchen SEO-Experten, Kennzahlen für die Qualität von Webseiten zu definieren und diese entsprechend zu messen.

Einige interessante Kennzahlen sind z.B.

Citation Flow und Trust Flow: Diese beiden Metriken werden von Majestic SEO veröffentlicht und geben in Kombination an, wie stark und prominent eine Webseite verlinkt ist. Dabei misst der Citation Flow vereinfacht gesagt die Anzahl von Links auf eine bestimmte Seite, je mehr desto höher ist der Wert. Um den Trust Flow zu bestimmen, legt Majestic SEO hunderte von vertrauenswürdigen Webseiten in einem manuellen Prozess fest. Der Trust Flow gibt an, wie nahe oder fern von diesen vertrauenswürdigen Seiten die jeweiligen Links liegen, die auf eine Seite verweisen, und ist damit ein Indikator für die Qualität von Links. Beide Werte Citation Flow und Trust Flow werden auf einer Skala von 0 bis 100 abgebildet und häufig in Kombination als Diagramm dargestellt, um das Linkprofil einer bestimmten Webseite aufzuzeigen.

SEO und Linkbuilding

Je mehr Links sich im oberen rechten Bereich des Diagramms befinden, desto stärker ist die Webseite und desto wertvoller sind Links von dieser Seite auf die eigene.

Domain Authority und Page Authority: Diese beiden Metriken wurden von Moz entwickelt und geben – ebenfalls auf einer Skala von 0 bis 100 – Auskunft darüber, wie gut eine Webseite bzw. einzelne Unterseiten in Suchmaschinen bewertet werden. Beiden Metriken liegen eine Vielzahl von Parametern zugrunde, die von Moz erfasst werden wie z.B. die Gesamtzahl der Links, verlinkende Root Domänen, MozTrust, MozRank und Dutzende weiterer Werte. Zusammen bilden sie den Mozscape Web Index. Ebenso wie der Trust Flow zeigen Domain Authority und Page Authority an, wie wertvoll Links von einer bestimmten Seite für das eigene SEO sind.

Spam Score: Auch dieser Wert wird von Moz erhoben und gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Webseite von Google abgestraft oder verbannt werden könnte. Dafür wurden 17 einzelne Faktoren identifiziert, die zu solchen Abstrafungen führen können, die sog. „Spam Flags“. Der Spam Score einer Seite gibt an, wie viele dieser 17 Spam Flags dort zu finden sind. Die Skala reicht also von 0 bis 17 und ist ein Indikator dafür, wie wahrscheinlich eine Bestrafung durch Google ist.

Das sind natürlich nur einige der möglichen Metriken. Mit welchen Parametern haben Sie Erfahrungen gesammelt?

 

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